Der Kirschgarten (kirschgarten2223)
Bild zum Stück
Foto: Marlène Meyer-Dunker

Der Kirschgarten

„Ohne den Kirschgarten würde ich mein eigenes Leben nicht mehr verstehen, und wenn er unbedingt verkauft werden muss, dann verkauft doch auch mich!“ Trotz Klage gerät der geliebte Kirschgarten der Gutsbesitzerin Andrejewna und ihrer Töchter Anja und Warja unter den Hammer – und mit dem neuen Eigentümer Lopachin auch unter die Axt. „Der Kirschgarten“, 1904 uraufgeführt, ist Anton Tschechows letztes Drama. Nach fünfjähriger Abwesenheit zieht Andrejewna zurück auf ihr Landgut, das wegen Verschuldung verkauft werden muss. Der Kaufmann Lopachin, dessen Vorfahren dort einst Leibeigene waren, rät, den wunderschönen, doch ertragsarmen Kirschgarten abzuholzen, um Ferienhäuser zu bauen, die man vermieten könne. Alten russischen Idealen nachtrauernd, verschließen Andrejewna, ihr Bruder Gajew sowie ihre Töchter aber die Augen vor der Realität. Sie träumen vom verblichenen Glanz der Vergangenheit, anstatt über die Zukunft des Gutes zu entscheiden. Im Spannungsverhältnis zwischen sehnsuchtsvoll-stagnierender Nostalgie und dem Drang nach Veränderung stellen sich über humorvolltragische Dialoge die stets aktuellen Fragen: Welche Werte gelten in einer Zeit rasanter industrieller Entwicklungen? Wem kann man vertrauen, und können neureiche Emporkömmlinge in den alten Adel einheiraten? Am Stadttheater Fürth wird die Regisseurin Mona Kraushaar die gesellschaftskritische Komödie von Tschechow inszenieren.
Königstraße 116 Fürth 90762

Produktion Stadttheater Fürth

Tragikomödie von Anton Pawlowitsch Tschechow

Inszenierung: Mona Kraushaar
Bühne: Katrin Kersten
Kostüme: Nini von Selzam