Ensemble

Das Ensemble des Stadttheaters Fürth

Im Jahr 2014 stellte die Etablierung des sogenannten KULT-Ensembles einen Meilenstein in der Geschichte des Stadttheaters dar: Seit siebzig Jahren gab es erstmals wieder fest am Haus engagierte Schauspieler und einen künstlerischen Leiter. Der Schwerpunkt der Arbeit lag auf dem Kinder- und Jugendtheater. In den letzten beiden Spielzeiten wurden so über zehn Premieren im Stadttheater oder Kulturforum gefeiert. Inzwischen hat sich das Profil weiter geschärft. Zunehmend wurden die Künstlerinnen und Künstler in Produktionen des Großen Hauses eingesetzt.
Der Name KULT (Kinder- und Jugendtheater) steht deshalb inzwischen nicht mehr für das Ensemble, sondern für das gesamte theatrale Angebot, das sich an junge Menschen richtet. Dabei gewünscht und gefördert ist eine enge Verzahnung insbesondere mit den Angeboten der Theaterpädagogik und den Bürgertheaterprojekten. Aktuell besteht das Ensemble aus Tristan Fabian, Sunna Hettinger, Boris Keil und Jördis Trauer.


Tristan Fabian

Für Tristan Fabian gab es schon in der Kindheit nichts als Spielen und Raufen – heute ist er Schauspieler und Kampfchoreograf. Schon im letzten Jahr seiner Schauspielausbildung trat er sein erstes Engagement bei Cocomico Theaterproduktionen an und ging als Tim mit „TKKG" deutschlandweit auf Tournee.
Fabian bestritt zahlreiche Theaterproduktionen in ganz Deutschland. Zum Beispiel bei den Clingenburg Festspielen sah man ihn sowohl in der Rolle des Tybalt in "Romeo und Julia" sowie in der des Mammon in "Jedermann". Außerdem choreografierte er dort die Fechtkämpfe für "Romeo und Julia" sowie die Uraufführung von "Z - The Musical Of Zorro". In Hildesheim beim Theater für Niedersachsen war er als Kampchroeograf an Shakespeares Macbeth tätig. Tristan Fabian arbeitete beim Stuntteam der Bavaria Filmstadt in München, dem Jugend Musical Festival, der Schule für Schauspiel Kiel und war Fachabteilungsleiter an der Stage School in Hamburg.
Seit Gründung des Ensembles der Spielzeit 2014/15 ist er Mitglied im KULTEnsemble, wo er das Klassenzimmer-Solo "Escape!" bestreitet und im Klassenzimmerstück "Meine Mutter Medea" als Polyxenos zu sehen ist. In der Produktion "Feldpost für Pauline" war er als Oma Moni und Unteroffizier Block zu erleben, in der "Frühjahrskollektion" als Tristan. In der Spielzeit 15/16 spielte er den Prinzen in "der kleine Prinz". Auch in den Produktionen "Der unvergessene Mantel" und „Man sieht sich" konnte man ihn sehen. In der letzten Spielzeit sah man ihn als verrückten Hutmacher, weißen Ritter oder als weißes Kaninchen in "Alice im Wunderland" erleben und fuhr mit „Simplicius Simplicissimus" auf die Bayerischen Theatertage.
Nun bestreitet das erfahrene Ensemblemitglied seine vierte Spielzeit am Haus und führt zum ersten Mal Regie im Klassenzimmerstück „Enter! Sarah Tannen meets Real Life". Wegen des großen Erfolgs seines Soloporgramms „Bist Eulen" der letzen Spielzeit wird er erneut zu sehen sein. Außerdem wird er in den Produktionen „Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zaunes schaute", „Von einem, der auszog das Fürchten zu Lernen" und in den „Känguru Chroniken" auf der Bühne stehen.

www.tristanfabian.de/


Sunna Hettinger

Sunna Hettinger wurde in Augsburg geboren. Nach einem abgeschlossenen Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Journalistik und Film an der Universität Salzburg begann sie ihre Schauspielausbildung beim Schauspiel München und schloss diese an der Schule für die darstellenden und bildenden Künste „Die Etage" in Berlin mit der Bühnenreifeprüfung ab. Neben zahlreichen Film- und Fernsehrollen sammelte Sunna Hettinger erste Bühnenerfahrungen am Theater Augsburg, in der Brotfabrik Berlin, sowie am Residenztheater München.
Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie festes Ensemble Mitglied des Stadttheaters Fürth. Sie spielte bereits die Titelrolle Rechja/Doña Raquel in "Die Jüdin von Toledo" im großen Haus, war als Köchin und Königin der Herzen in "Alice im Wunderland" zu sehen, in den Wiederaufnahmen "Der kleine Prinz" sowie "Elefanten sieht man nicht" und fuhr mit "Simplicius Simplicissimus oder der klügste Mensch im Facebook" auf die Bayerischen Theatertage 2017. Diese Spielzeit übernimmt sie die Rolle der Computerheldin Sara Tannen im Klassenzimmerstück "Enter! Sara Tannen meets Real Life", sie wird zusammen mit ihrem Kollegen Tristan Fabian ein erneutes Mal in dem Ensemble Extra-Abend "Bist Eulen" zu sehen sein, der aufgrund seines Erfolges diese Spielzeit wieder aufgenommen wird. Außerdem wird sie in den Produktionen "Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute", "Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen" und den "Känguru-Chroniken" auf der Bühne stehen.

Mehr Infos über Sunna Hettinger

 


Jördis Trauer

Ist 1993 in Sachsen geboren und in Zwickau aufgewachsen. Vor dem Studium bekam sie Schauspielunterricht bei Johannes Lang und absolvierte ihr musisch vertieftes Abitur am Clara-Wieck-Gymnasium Zwickau. Von 2013 bis 2017 studierte sie an der Theaterakademie Hamburg, wo sie durch ein Deutschlandstipendium gefördert wurde. Während des Studiums erarbeitete sie Rollen wie "Antigone", "Jeanne d'Arc", "Chrysothemis" und "Gretchen" und konnte in dieser Zeit bereits an Theatern wie dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg und auf Kampnagel Erfahrungen sammeln. 2016 spielte Jördis Trauer in der Abschlussarbeit der Theaterakademie Hamburg die Titelrolle der stummen Yvonne in "Yvonne, Prinzessin von Burgund" unter der Regie von Samuel Weiss am Hamburger Schauspielhaus. Mit ihrem Jahrgang erhielt sie für diese Inszenierung einen Ensemblepreis und den Preis der Studierenden beim 27. Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender in Bern. Zum Spielzeitbeginn 2017/18 tritt Jördis Trauer ihr erstes Festengagement am Stadttheater Fürth an. In den Produktionen "Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute", "Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen", den "Känguru-Chroniken" und einem Soloabend wird sie in dieser Spielzeit auf der Bühne stehen.

http://joerdistrauer.de/


Boris Keil

Ist in Kamyschin an der Wolga in Russland geboren und zog im Alter von sieben Jahren mit seienr Familie nach Deutschland. Nach einer abgebrochenen Karriere in der Schultheatergruppe des Helene-Lange-Gymnasiums Fürth und dem erfolgreich bestandenen Abitur dortselbst, trat er dem Jugendclub und anschließend dem jungen Ensemble dse Stadttheaters Fürth unter der Leitung von Johannes Beissel bei. Ebenso lernte er in diversen Praktika alle Abteilungen des Stadttheaters Fürth kennen. Auch spielte er bereeits in dieser Zeit den "Leopold" in der Produktion "Der Hofmeister" im Großen Haus des Stadttheaters. Unter der Regie des jetzigen künstlerischen Leiters ovn KULT, Thomas Stang, spielte er die Titelrolle in "Tschick" am Gostner Hoftheater Nürnberg. Mehrere Rollen in Produktionen des Jungen Ensembles folgten, ebenso ein weiteres Engeagement am Haus in Shakespeares "Maß für Maß".

Er absolvierte daraufhin eine Schauspielausbildung am Schauspielstudio "Frese" in Hamburg und kehrte frisch diplomiert an das Stadttheater Fürth zurück, wo er die Rolle des Don Rodrigue in der Produktion "Die Jüdin von Toledo" übernahm.

Boris Keil ist somit ein "Kind" des Stadttheaters Fürth und tritt sein erstes Festengagement als Schauspieler in der Spielzeit 2017/18 folgerichtig am Hause an.